November 2017

Problem

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Es ist echt kein Problem mehr. Ich rege mich nicht mehr über die weihnachtlichen Absurditäten auf, und wie heißt es doch? Was dich nicht nerven kann, kann dir keine Zeit stehlen. Oder so. Über Geschenke nachdenken gefällt mir wieder; Online-Shopping macht's möglich. Online-Shopping wurde erfunden, um die weltweite Transpirationsrate in der Weihnachtssaison zu senken. Dass alles eine Ware ist, rechtfertigt ja keinen Zynismus. Ein wenig sarkastisch darf man ab und zu schon sein.

Wer hätt's gedacht? Heutzutage kann ich mit dem Strom schwimmen und über das Wasser lachen. Wenigstens, was Weihnachten angeht.

Problemfrei

Gefahr

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Normalerweise wird Kühnheit in der Fotografie geschätzt. Manche Leute glauben, dass man Risiken eingehen muss, um bessere Bilder zu machen. So gesehen ist der Kriegsfotograf eigentlich der einzig wirkliche Fotograf. Ich will keine unangenehmen oder gefährlichen Dinge tun, um ein bestimmtes Foto zu schießen – es gibt Ausnahmen, aber nicht oft. Wahrscheinlich bin ich nicht cool genug. Sogar kleine Ordnungswidrigkeiten fluten mich mit Adrenalin; die Angst vor Strafe oder Gewalt behindert meine Reaktionsfähigkeit und bringt meine Hände zum Zittern.

Für dieses Bild musste ich trotzdem Widerstände überwinden. Die Typographie auf den Schließfächern im Untergeschoss eines deutschen Bahnhofs hatte es mir angetan. Das Problem: Die Örtlichkeit stank nach Pisse. Und nicht nur ein bisschen. Anscheinend hatte sich hier eine Herde diabetischer Moschusochsen mehrfach erleichtert, und danach war die Putzkolonne woanders gewesen, etwa zwei Wochen lang. Trotzdem brauchte ich ein Bild von diesen Schließfächern. Also hielt ich die Luft an und ließ die Kamera klicken. Natürlich geht es nicht nur um die Ziffern. Ich mag so ziemlich alles an diesem Bild: die Farben, das Licht, die Struktur.

Glücklicherweise kann man Gerüche nicht fotografieren.

Der deutsche Polizist, der Nazis schützte. Seine Schweizer Kollegen, die einen Hippie ganz genau filzen mussten. Die vereiste Lok im Stuttgarter Bahnhof, bei der ich nicht auf die Schienen trat, sondern nur hinter einen Prellbock. Der Kioskbesitzer, der mich bemerkte und wütend wurde: Gefahrensucher

Midori

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Man kann durchaus auch mal sagen, dass die Natur Hände hat. Sie sind sehr klein, aber nicht unsichtbar wie die von Adam Smith. Ihre Finger wirken nicht ganz entwickelt, als hätte es einen Fehler gegeben, der letztendlich nichts ausmacht. Ich habe sie in einem Tiergarten entdeckt, der auch ein Pflanzengarten ist. Ich bin nicht sicher, ob sie mir gewunken haben, oder ob das nur der Wind war.

Mehr grün

Bühne

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Verglichen mit anderen Kulturinstitutionen sind die Eintrittspreise sehr niedrig – aber die Pariser Metro ist schon seit langem als eines der größten und besten Theater der Welt anerkannt. Alle Zuschauer sollten zur aktiven Teilnahme an den Aufführungen bereit sein.

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