Kies

spaetsomm2

Was kann ein Spätsommersonntag am Rand der Schwäbischen Alb bringen? Abgesehen von weißen Kieswegen, Herbstzeitlosen im satten Gras, und Mostgeruch? Den Nachbau einer Messerschmitt Me 262 gibt es, der über dem Albtrauf kreist, von einer Flugshow kommend. Bei der Rückfahrt gibt es eine Seniorin, die aufgeregt verwirrtes Zeug in die Gegend redet, erst an der Haltestelle, dann im Bus selbst. Um Euthanasiemorde geht es, um 5000 Kinder, um die Komplizenschaft der Kirche. Sie erwähnt einen Namen, immer wieder. "Werner Catel!" ruft sie. "5000 Kinder!" Das Verbrechen sei nie gesühnt worden. Aber dieser Staat werde noch bezahlen. Und die Kirchen. Das könne sie versprechen. Später suche ich nach dem Namen im Internet und finde den wahren Kern.

Keilgezinkt

legacyS

Wenn es hier so schön ist wie manchmal, glaubst du gar nicht, wie schön es hier ist. Wo findet sich der Schatten? Wo? Ich habe alle Trigonomasie vergessen, lieber Mast. Sinus und Rosinante, hier und in Alicante. Selbstverständlich lernte ich damals für das Leben, dass es viele Möglichkeiten gibt, und die Möglichkeiten sind endlich, allerdings beträchtlich.

[Legacy]

Gluck

fibreS

Vom Licht angelockt, tritt der Glanz im Sommer zutage. Kommt aus den Spalten hervor. Er ist schwarz und sieht giftig aus, wie ein Produkt der Chemie, und das stimmt auch; so weit ist es gekommen. Flüssig sein, flüssig sein, das kann man ja verstehen, das ist ein Bedürfnis. Früher unterstellte man es sogar dem Glas. Der Glanz hat antimikrobielle Eigenschaften; dadurch kann er Holz lange schützen. Menschen blendet er. Als er noch im Innenbereich verwendet wurde, stand er am Anfang vieler Vergiftungen. Bevor der Winter kommt, muss was getan sein.

[Aromatisch]

Katego

escort

Es kann natürlich die Nacht auch ein Herz- und Nierenmaschin, ein unerkanntes Asthma, ein Rudel dunkler Stühle, Zoff mit Lichtschmutz sein, hier ein Aas, da ein A, Tiger leuchten sie an usw., ein freundlicher Hund mein Nachbar, wir Mischlingsrüden, komm her, es gibt was zu essen bald.

[Escort]

Das richtige Maß

goldenageS

Wir waren gleichzeitig an Stadt und Land; die Übergänge unterliefen uns. Hier herrschte ein stiller König und dort herrschte die Stille auch nicht. Hier ein schwarzes Schiff, das fast 400 Jahre auf Grund gelegen hatte, dort versanken kleine Boote in namensunsicheren Seen und Teichen. Noch waren die üblichen Waldbrände der Saison unter Kontrolle. Die Bevölkerung hatte seit jeher eine enge Beziehung zum Zimt, wie auch wir. Jüngste Mädchen trafen wir überall an; sie kamen frisch und schön aus einer nordkoreanischen Klonfabrik, zusammen mit Handtäschchen und Smartphönchen und Stöpseln in den Ohren, die wie kleine weiße Antennen nach unten ragten, den Boden zu belauschen. Parks, ach was rede ich über Parks. Die Zivilisation sollte nun einmal ein Park sein, und hier, meine Freunde, war sie es. Fähren. Felsen. Cafés, die sich bemühten, wie San Francisco zu sein, und es gelang, so süß! Wir hatten einen blauen Himmel gemietet und wurden nicht enttäuscht. Natürlich gerieten die Tage kurz, wie das so ist, wenn sie gut sind. Der Sommergeruch der Kiefern – ein Allheilmittel, das seinesgleichen suchte. Unsere Kameras halfen uns sehen, und jetzt haben wir die Beweise: Es gab einen Anteil an besonderem Licht, und das mit den Wolken ist nur eine Sache der Physik. Auf Hin- und Rückweg erklärten wir uns am Flughafen für unabhängig, und man lächelte uns freundlich an.

[The Golden Age]